geschichte eheringe - HilaryColleen Photography

Eheringe sind bei uns ein fester Bestandteil der Trauung. Das Brautpaar tauscht die Ringe als Zeichen für die ewige Liebe. Eine Tradition, die weit in die Geschichte zurückreicht. Bereits in der Antike trugen Frauen einen Ring am Finger, um zu zeigen, dass sie an einen Partner gebunden waren.

Das Tragen eines Ringes hatte somit weniger einen romantischen Hintergrund, sondern einen pragmatischen Zweck. Das vorwiegend Frauen einen Ring trugen, lag aber auch an ihrer Vorliebe für Schmuck.

Ursprung im Mittelater - Eheringe als Zeichen für Treue und Beständigkeit

Im Mittelalter trugen Männer Siegelringe, um Macht und Reichtum zu demonstrieren. In dieser Zeit steckten die Männer den Frauen den Siegelring an. Sie wollten damit zeigen, dass sie ihr Eigentum mit ihrer Frau teilen. Eine sakrale Bedeutung für die Kirche erreichte der Ehering um 860 n.Chr. Nun war er ein offizielles Kennzeichen der Trauung und stand für Treue und Beständigkeit einer Ehe. Zwei gleiche Trauringe wählen Brautpaare seit dem 16. Jahrhundert. Damit bekam der Ring seine romantische Bedeutung als Zeichen der wechselseitigen Verbundenheit.

eheringe geschichte - honngaijewelry etsy2

Der englische Schriftsteller Algernon Charles Swinburne formulierte es im 19. Jahrhundert so: “Seine runde Form bedeutet das Nichtenden und will sagen, dass Liebe und Neigung füreinander wie in einem Kreis fließen, von einem zum anderen und zwar für immer und ewig.”

Gestaltung der Trauringe

Die ältesten Trauringe, die Archäologen gefunden haben, waren aus Mammutelfenbein. In der Antike wurden Trauringe zum Teil aus Eisen gefertigt. Sie standen für Bescheidenheit, Sparsamkeit und Treue. Doch es gab in der Antike auch schon luxuriösere Varianten des Eherings, beispielsweise aus Bronze, Silber oder Gold gefertigt. Wohlhabende konnten ihre Trauringe sogar mit einem Diamanten versehen lassen. Für die Griechen spiegelte das Feuer eines Diamanten die unsterblichen Flammen der Liebe wider.

eheringe geschichte - honngaijewelry etsy

Bereits im alten Rom befand sich oft eine Inschrift in den Ringen. „Pignus amores habes” bedeutet „Du hast meiner Liebe Pfand”. Heutzutage werden häufig das Hochzeitsdatum beziehungsweise die Namen des Brautpaares eingraviert. Als Material für die Eheringe werden heute vor allem Edelmetalle benutzt. Beliebt sind Weißgold, Gold oder Platin, die als besonders langlebig gelten. Ansonsten sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Ob matt oder glänzend, ein- oder mehrfarbig – das Brautpaar hat die Wahl.

An welcher Hand wird der Ehering getragen?

Schon im antiken Zeitalter trugen die Römer und Ägypter den Ehering an der linken Hand. Im 17. Jahrhundert entstand dafür eine romantische Erklärung. Es wurde angenommen, dass es eine direkte Verbindung von einer Ader im Ringfinger zum Herzen gibt. Dabei galt der Ringfinger der linken Hand als Liebesfinger. Hielt sich das Ehepaar nicht an die Treue, würde der Finger ebenfalls brechen.

In westlichen Ländern wie Italien, Spanien, Frankreich und den USA wird der Ehering noch immer am linken Ringfinger getragen. In Deutschland, Österreich, Polen, Norwegen und Bulgarien trägt das Hochzeitspaar den Ehering dagegen meist am rechten Ringfinger. Das könnte damit zusammenhängen, dass die rechte Hand als offizielle Hand gilt, mit der man auch Verträge besiegelt.

Wo findet man Eheringe?

Eheringe kann man in der heutigen Zeit an verschiedenen Orten erwerben. Vom Online-Shop, über das Kaufhaus bis hin zum Juwelier. Wir empfehlen Euch, dass Ihr Eure Ringe zu zweit aussucht und Euch dafür genügend Zeit nimmt. Der gemeinsame Besuch im klassichen Schmuckladen verleiht diesem Ereignis nochmal eine besonders romantische Note. Schaut Euch in dem Hochzeitsplaza Dienstleisterverzeichnis um und findet den passenden Anbeiter für Eure Eheringe.